Bergischer Verein
für Familienkunde e.V.

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Familienbuch Neviges

 

bearbeitet von G-Alexander Fülling

Word-Datei mit 1026 Seiten, ca. 13,4 MB, 100,00 €
© 2017 by G.-Alexander Fülling, Hackhauser Str. 7, 42697 Solingen-Ohligs,
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Schloss-Hardenberg - Aufnahme Frowein,  Elberfeld - aus den Mitteilungen des Bergischen Geschichtsvereins, 10. Jg. (1903), nach S. 88

Neviges gehörte mit Langenberg zur ehemaligen Herrschaft Hardenberg. Die evang. (reform.) Kirchengemeinde Neviges wurde um 1576 gegründet. Ende des 18. Jhdts. zogen viele Menschen aus den westfälischen und märkischen Gebieten in das Hzgt. Berg, deshalb wurde 1785 die evang.-luth. Gemeinde Neviges gegründet. 1817 wurden beide evang. Gemeinden vereinigt. Ältere Einträge findet man in den lutherischen KB von Langenberg und Velbert.
Die ref. Kirchenbücher beginnen schon 1633, was ungewöhnlich früh für das Bergische Land ist. Ältere Kirchenbücher finden sich nur noch in der Stadt Elberfeld. Die nächst älteren finden sich in Mettmann (ab 1644).

Ausgewertet wurden die ref. KB:

  • Taufen 1633-1809 (1640, 1642, 1646 fehlen, Lücke in den 1690er Jahren)
  • Heiraten 1633-1809 (Lücken wie oben)
  • Konfirmationen 1675-1742 (vereinzelt auch noch danach)
  • Begräbnisse 1633-1809 (mit Lücken wie Taufen und Heiraten)
  • und die KB der luth. Gemeinde, die nur von 1785 bis 1817 bestand.

Wobei ich hier die früh verstorbenen Kinder weggelassen habe. Das Sterberegister von 1793-1806 soll anhand von Aufzeichnungen der Küster und Befragungen rekonstruiert worden sein. Die Einträge, die sich ausdrücklich auf das Langenberger Gebiet beziehen, sind ebenfalls weggelassen worden. Vor der Gründung der luth. Gemeinde gingen die lutherischen Einwohnter von Neviges bei der luth. Gemeinde in Langenberg in die Kirche.

Dabei habe ich die hervorragenden Digitalisate der Fa. „Patrimonium Transcriptum“, Edition Brühl, Nr. 120.1 und Nr. 120.2 verwendet.

Im Allgemeinen sind die KB gut geführt worden, natürlich gibt es auch hier einige Lücken. So findet sich z. B. im Taufregister die Bemerkung: „NB. vom 15. Septemb. [1706] biß dato d. 25. Januarius 1707 hat H[err] Prediger Rocholl dieß Buch auf der Wiedenen Höfen gehabt und seind in der Zeit unterschiedliche Kinder getauft, aber nicht angeschrieben worden.“

Leider sind bei vielen Heiratseintragungen die Väter nicht vermerkt worden, wobei bemerkt werden muß, daß es sich hier hauptsächlich um Proklamationen und nicht um die eigentliche Kopulation handelt. Ob es noch ein Kopulationsbuch gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Die Einträge sind im Allgemeinen gut zu lesen, wenn man auch einige Zeit braucht, um sich in die individuelle Handschrift einzulesen. Die Eintragungen müssen nicht immer unbedingt von dem Pfarrer selbst stammen, so ist z. B. ganz deutlich aus einer Eintragung im Taufregister zu ersehen, daß es der Lehrer war, der die Eintragungen vornahm: 27.10.1713: „Mein Bernharden Kraan, zeitlichen Schuldieners hieselbst und Johanna Christina Poelhuis Eheleuthe ihre Tochter“.

Wie üblich fehlen auch bei vielen Eintragungen im Beerdigungsregister das Alter. Selbst wenn ein Alter angegeben wurde, kann man nie sicher sein, ob es auch stimmt, besonders wenn es über 60 Jahre beträgt. Wie ich feststellen mußte, fehlen vor 1680 häufig die früh verstorbenen Kinder im Begräbnisregister.

Ältere und ergänzende Einträge wurden den Kirchenbüchern der umliegenden Gemeinden entnommen, die von mir bereits verkartet wurden, sowie anderen Familienbüchern. Diese sind in einem immer weiteren Radius: Elberfeld, Cronenberg, Düssel, Gräfrath, Schöller, Wülfrath, dann Solingen, Haan, Wald, Gruiten, Mettmann, Langenberg  und Hilden , insbesondere natürlich die beispiellose Arbeit von Frau Ursula Ernestus über die Elberfelder Einwohner 1649-1769 in fünf Bänden . Ergänzend sei noch mitgeteilt, dass natürlich auch die Lutheraner, die in der Gemeinde wohnten, hauptsächlich in den ref. Kirchenbüchern zu finden sind, bis 1785 eine eigene lutherische Gemeinde gegründet wurde.

Außerdem habe ich die Standesamtsregister bez. Heiraten bis einschl. 1830 und Sterbefällen bis einschl. 1845 mit aufgenommen.

ev. Pfarrkirche Neviges - aus den Mitteilungen des Bergischen Geschichtsvereins, 24. Jg. (1917), nach S. 132

Einordnung der Familien:

Grundsätzlich wurde der erste Vorname „Johann“ bei Männern nicht als Einordnungsmerkmal beachtet, d. h. Johann Engel finde man unter „E“, Johann Wilhelm unter „W“ usw. Es sei denn, der Familienvater führte bei zwei Taufnamen nur den Vornamen „Johannes“. Insbesondere bei den Frauen variieren häufig die Vornamen, z.B. Maria/Anna Margaretha, Maria/Anna Christina u. ä.
Außerdem habe ich die Vornamen der Männer unter der hochdeutschen Schreibweise eingeordnet, also „Neles“ unter Cornelius, „Thönes“ unter Anton usw.

Schwieriger war die Zuordnung der Taufen, wenn der Wohnort und damit auch der Familienname wechselte, wo ich dies erkennen konnte habe ich Querverweise angebracht. Sehr oft verdrängte auch der Hofesname den eigentlichen Familiennamen oder er wurde wechselnd verwendet.

Die folgenden Buchstaben sollte man stets vergleichen: C – K, D – T, F – V, U – O u. ä .
Altersangaben in Klammern hinter den Sterbedaten entstammen immer den Kirchenbucheinträgen, alle anderen Geburtsjahre sind geschätzt. Wobei zu beachten ist, daß die Altersangaben häufig nicht stimmen.

Die Herkunftsangaben in den Heiratseinträgen müssen nicht unbedingt bedeuten, daß die betreffende Person auch dort geboren worden ist, sondern nur, daß sie zum Zeitpunkt der Heirat dort wohnhaft gewesen ist.

Aus den im Landesarchiv Rheinland in Duisburg vorhandenen Akten habe ich einige für dieses Familienbuch ausgewertet:

HG = Handgewinnungen niederbergischer Höfe in der ehemaligen Herrschaft Hardenberg 1670 bis 1811, mitgeteilt von Fritz Gerhard Kraft, Essen (aus: Jülich-Bergische Geschichtsblätter, Jg. 1938 und in der Zeitschrift „Scholle und Schacht“, 1937).

HN = Hardenberg, Nachlaßakten im Landesarchiv Duisburg (Sign. Herrschaft Hardenberg, Akten Nr. Nachlässe 1 ff.).

Sowie die Gerichtsprotokolle der Herrschaft Hardenberg, diese liegen ab 1561 im Depositum Crassenstein im LandesA Westfalen in Münster. Die jüngeren ab 1671 im LandesA Rheinland in Duisburg.
Davon wurden von mir die regestenartigen Auszüge von Eduard Schulte ab 1636 ausgewertet, die heute im Stadtarchiv liegen, soweit diese genealogisch interessant waren, sowie die im LandesArchiv Duisburg vorhandenen, wobei ein Band leider für die Benutzung gesperrt war.

Für die von mir ausgewerteten Protokolle ist zu sagen, daß ich die Schreib- und Ausdrucksweise behutsam an unsere heutige angeglichen habe, ohne daß dadurch der Charakter des Originaleintrags verloren geht oder maßgeblich verändert worden ist. Leider waren oftmals die Einträge aufgrund der schlechten Lesbarkeit, aber auch aufgrund meiner fehlender Lateinkenntnisse nicht im Ganzen zu verstehen. Es gibt auch noch eine ganze Reihe von Prozeßakten aus der Zeit um 1800, die ich aber nicht ausgewertet habe.

(Aufnahmen aus den Mitteilungen des Bergischen Geschichtsvereins, 10. Jg. (1903), nach S. 88 und 24. Jg. (1917), nach S. 132.)

In gleicher Form werden auch die Familienbücher von Düssel und Wülfrath in Arbeit und können nach Fertigstellung ebenfalls direkt über Herrn Fülling bestellt werden.

Hinweis: Eine ausführliche Rezension von Dr. Lupold v. Lehsten für die AfF - Archiv für Familiengeschichtsforschung kann hier gelesen werden.

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