Bergischer Verein
für Familienkunde e.V.

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Wuppertaler Rundschau 19.07.2006

   
   
 
 
 

Mittwoch, 19. Juli 2006

 

 

Lutz von Scheidt
Experte in Sachen Familienforschung

 

(kug).  Eine alte Legende besagt, dass ein Ahn der Familie Scheidt am ersten Kreuzzug im 11. Jahr- hundert teilgenommen hat. Historisch gesichert ist das (noch) nicht, hingegen weiß der Wuppertaler Lutz von Scheidt um einen seiner Verwandten, der im 16. Jahrhundert eine Pilgerreise nach Jerusalem unternahm, die er handschriftlich dokumentierte.

 
 

Vorgestellt

 
 
 

Der Bergische Verein für Familienkunde (BVfF), dessen Vorsitzender der 65-jährige  Rentner Scheidt ist, kümmert sich seit 1980 um diesen Forschungsbereich. „Die Ursachen meines Interesses für die Familiengeschichte liegen in den politischen Bedingungen Deutschlands  begründet. Als Flüchtlinge aus der damaligen DDR brachen systembedingt die Kontakte in unserer Familie fast vollständig ab. Erst 1980 konnte ich erstmals meine alte Heimat im Harz  wiederbesuchen, um eine Familien- angelegenheit zu klären.

 

Lutz von Scheidt

 
 
 

Lutz von Scheidt beschäftigt sich
seit Jahren mit der
Ahnenforschung.      Foto: Grigo

 
 

Man kann sich heute kaum noch vorstellen. welch bürokratischen Aufwand man dafür bewältigen musste. Unter anderem  gehörte dazu ein Nachweis der verwandtschaftlichen Beziehungen. Ich benötigte einen Auszug aus dem Kirchenbuch, der mich zu einem Genealogen führte und meinen Forscherdrang weckte",  berichtet Scheidt über die Anfänge seines Hobbys, das er mit rund 160 Vereinsmitgliedern in der Umgebung Wuppertals teilt.

 
 

 „Als Neuling in der Familienforschung stand ich vor schwierigen Aufgaben. Unter anderem mussten Texte entziffert werden,  deren Schrift- bild mir nicht geläufig war. Ich wandte mich deshalb an den BVfF, der den Mitgliedern Hilfestellung, Vereinstreffen, die Nutzung von Nachschlagewerken, die vereinseigene Bibliothek und  regelmäßige Mitglieder-informationen bietet“, sagt der Rentner und zeigt einige alte Kopien, die belegen, dass Familienforschung auch einen gehörigen Teil Schriftkunde beinhaltet.
   „Die  Familienkunde liefert eine Reihe von grundsätzlichen Daten, die auch von Historikern genutzt werden, um zum Beispiel die Bevölkerungswanderungen nachzuvollziehen oder regionale Lebensweisen zu  erklären. Modern würde man von demografischen Entwicklungen sprechen“, meint Scheidt, für den das Auffinden des alten Familienwappens einen Glücksfall bedeutete. Das Wappen zeigt ein durchbohrtes Herz  als zentrales Motiv für Jesus, was wiederum den Verdacht nahe legt, einen Scheidt unter den ersten Kreuzfahrern finden zu können. Weitere Informationen zum BVfF gibt es unter 0202/522351 oder am 9.  September während des 2. Wuppertaler Geschichtsfestes im Engelsgarten, an dem der Verein teilnehmen wird.

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